
Fructoseintoleranz, auch bekannt als Fruktosemalabsorption oder hereditäre Fruktoseintoleranz, ist eine Störung, bei der der Körper Schwierigkeiten hat, Fructose (Fruchtzucker) richtig abzubauen und aufzunehmen. Es gibt zwei Arten von Fructoseintoleranz: primäre und sekundäre.
- Primäre Fructoseintoleranz: Bei der primären Fructoseintoleranz fehlt dem Körper das Enzym Aldolase B, das für den Abbau von Fructose im Darm verantwortlich ist. Dadurch gelangt unverdaute Fructose in den Dickdarm, wo sie von Darmbakterien fermentiert wird und zu Symptomen führen kann.
- Sekundäre Fructoseintoleranz: Die sekundäre Fructoseintoleranz tritt aufgrund von Problemen im Dünndarm auf, die die Aufnahme von Fructose beeinträchtigen können. Dies kann beispielsweise durch eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut, eine gestörte Aktivität von Transportproteinen oder andere Erkrankungen des Verdauungssystems verursacht werden.
Die Symptome der Fructoseintoleranz können variieren, und nicht alle Menschen mit Fructoseintoleranz entwickeln die gleichen Symptome.
Zu den möglichen Symptomen gehören:

- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Blähungen und Gasbildung
- Durchfall
- Übelkeit oder Erbrechen
- Müdigkeit oder Erschöpfung
- Kopfschmerzen
Die Behandlung der Fructoseintoleranz besteht in der Vermeidung von fructosehaltigen Lebensmitteln oder der Begrenzung des Konsums von Fructose, um Symptome zu minimieren. Dies kann bedeuten, dass fructosehaltige Lebensmittel, wie bestimmte Früchte, Fruchtsäfte, Honig, Agavendicksaft und einige Gemüsesorten, aus der Ernährung ausgeschlossen oder in begrenzten Mengen konsumiert werden.
Es kann hilfreich sein, ein Ernährungstagebuch zu führen, um festzustellen, welche Lebensmittel Symptome auslösen, und eine individuelle Ernährungsberatung bei einem Arzt oder Ernährungsberater in Anspruch zu nehmen, um sicherzustellen, dass du weiterhin alle notwendigen Nährstoffe erhältst.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome der Fructoseintoleranz denen anderer Verdauungsstörungen ähneln können. Bei Verdacht auf Fructoseintoleranz sollte eine genaue Diagnosestellung durch einen Arzt erfolgen, um andere mögliche Ursachen auszuschließen und die geeignete Behandlung zu erhalten.
